26.05.11

Geburtstags- und Baustellenfreuden

Peony, Pfingstrosen, Pivoine
Ein zarter Duft zieht durch mein Wohnzimmer, überdeckt leicht den Geruch nach Zement und Staub. Ein wunderschöner Pfingstrosenstrauss bringt viel Freude in meine Wohnung. Gestern war ein wundervoller Tag. Danke allen, für die lieben Gedanken zum Geburtstag. Wie schnell doch dieses Jahr vorüberzog.
Die Baustelle macht mir ebenfalls viel Freude. Gestern verliess ich das Geschehen morgens kurz vor 8 und ich traf erst abends um 5 wieder ein. Ich staunte nicht schlecht. Alle Wände sind weg. Und geputzt wurde auch noch. Das ist ja beeindruckend.

Mir gefallen die Farbspiele. Es sind richtige Kunstwerke, die da entstehen. Erinnert mich an Bilder von Mark Rothko.




Jetzt ist also der Raum zum ersten mal offen. Viel heller als früher. Würde ich im 3. oder 4. Stock wohnen wäre es noch viel, viel heller.







Ich konnte übrigens gestern Abend nicht wiederstehen. Ich füllte im Keller den Putzkessel und schrubbte den Klinker-Streifen. Was gäbe ich dafür könnte ich diesen alten Bodenbelag behalten.

Ach, übrigens. Die Pfingstrose auf dem Balkon ist ein riesen Schatz. Sie blühte bis vor Baubeginn, so dass ich sie noch in vollen Zügen auf dem Balkon bewundern konnte.
Peony, Pfingstrosen, Pivoine

24.05.11

Umbau Tag 2


Nein, mein Blog mutiert jetzt nicht zu einem Bau-Blog. Aber bestimmt nimmt es doch einige Wunder wie es mir geht. Nun, geschlafen habe ich schlecht, denn der vor der Schlafzimmer-Türe stehende Kühlschrank surrt ganz schön laut. Ziemlich gerädert bin ich am Morgen um 6 Uhr aufgestanden. Duschen im Keller war absolut okay. Es dauert nur ewig, bis warmes Wasser aus der Brause kommt, ich hatte schon Bammel, kalt duschen zu müssen.
Die Handwerker sind goldig. Man ist besorgt, mir das Leben so leicht wie möglich zu machen. Am Morgen verschwand ich für ein paar Stunden um ein paar Kommissionen zu machen. Als ich Mittags zurück kam, entdeckte ich, dass eine meiner Uhren im Arbeitszimmer runtergefallen war. Die Schläge beim Einreissen des Badezimmers müssen demnach ziemlich stark gewesen sein.
Heute Abend, als ich von einem Meeting nach Hause kam, war mir der Durchgang zum Wohnzimmer sogar frei gewischt. Ich bin beeindruckt.










ps. niemand hat heute reklamiert, dass ich mir elektrotechnisch selbst geholfen habe. Ich gehe heute fast davon aus, dass das so gedacht war…

ps. ps. eine Schuttrutsche führt übrigens direkt an meinen Blumen auf Balkonia vorbei.


23.05.11

Tag 1 des Umbaus — inkl. Tobsuchtsanfall

Gleich vorne weg. Jetzt geht es mir wieder gut. Das war vor 3 Stunden noch etwas anders. Als ich gegen 18 Uhr zu Hause eintraf, stand meine Wohnungstüre offen, der erste Blick den ich erhaschen konnte, zeigte mir dieses hier (die Türen habe ich übrigens selber verpackt und abgeklebt):

Den Kühlschrank, den man mir freundlicherweise stehen lassen hat, bezieht Strom über eine Kabelrolle aus der Stromhauptleitung im Treppenhaus.

Da wurde mir schlagartig bewusst, dass ich in der ganzen Wohnung keinen Strom habe. Kein Licht im Schlafzimmer, kein Internet, kein Telefon, kein Kaffee, ich kann weder den Handy-Akku noch den Akku der Fotokamera aufladen — und das für die nächsten 7 oder warscheinlich sogar 8 Wochen. Davon hat nie jemand gesprochen. Was tun? Ich war stinksauer. Nach mehreren Telefonaten (mit dem Handy) mit meiner Mutter, die mir liebevoll zugehört hat, hatte ich den zündenden Einfall. Ich verlegte in der gesammten Wohnung Verlängerungskabel. Kreuz und quer, alles gespiesen aus dem Treppenhaus. Sieht total abendteuerlich aus, ist mehr oder weniger stolpergefährlich, aber funktioniert. Ich bin online, kann telefonieren, habe Licht und ich kann sogar fernsehen! Selbst ist die Frau! Und wenn morgen jemand von der Bauleitung irgend etwas dagegen einzuwenden hat, dann flipp ich aus.

So, und jetzt noch ein paar Bilder aus meiner im Umbau befindlichen Wohnung.





Ach wie gross wäre die Freude, wenn ich den Klinker der sich unter dem Novilon befindet behalten könnte. Es ist mir unverständlich weshalb man diesen Boden nicht einfach wieder freilegt.

Und noch ein paar Details





Ja, die Platli im Bad müssen raus. Gemeint sind da natürlich die Plättli…




Nachdem ich alle vorhandenen Verlängerungskabel (ich kauf mir morgen noch ein paar mehr…) verlegt hatte, machte ich noch ein Schild für den Hauptschalter, damit mir niemand das Hauptkabel auszieht. Und dann tat ich etwas was ich schon immer mal gerne gemacht hätte. Ich sprühte ohne Abdeckung mit dem Sprayleim — kindlich, ich weiss.


So, und jetzt geht ich ins Bad im Keller, da habe ich mich schon eingerichtet. Ein altes Gestell hab ich montiert und alles was ich für die Körperpflege benötige untergebracht. Gute Nacht!

Im Exil

Ich sitze auf dem Balkon bei meiner Tante. Ich bin ausgeflogen. Ich bin im Exil. Nur vorübergehend. Abends gehe ich wieder nach Hause.

Heute morgen ging alles ganz schnell. Um 6 Uhr läutete der Wecker. Ein letztes Mal im eigenen Bad duschen, ein letztes Mal die eigene Toilette benutzen. Die schon ins Arbeitszimmer gezügelte Kaffeemaschine zauberte den ersten «Büro-Kaffee». Dann räumte ich noch schnell die letzten paar Sachen weg. Punkt 7 Uhr standen die Bauarbeiter in der Wohnung und um 7.01 Uhr waren bereits einige Tablare aus der Küchenkombination ausgeräumt.

Um halb 8, als mein Vater rettenderweise mit dem kleinen Imbusschlüssel eintraf, und wir endlich die Küchenlampe runternehmen konnten, war schon einiges von meiner Küchenkombination in Schutt und Asche gelegt worden. Kurz vor Mittag, als ich noch etwas aus meinem zu Hause holen musste, sah meine Küche fast schon so aus, wie die Wohnung Zwei am Tag 2. Ich habe also gar keine Fotos von der komplett geräumten Küche. Schade. Aber ich habe noch Bilder vom vergangenen Freitag, als meine Küche fast ausgeräumt war. Ich habe mir den Spass erlaubt, die alten Beschläge wieder an den Schranktüren zu befestigen. So übernahm ich damals meine Wohnung. Mit grossen braunen Plastik-Knöpfen.




Mehr davon gibt es voraussichtlich morgen. Ich habe jetzt noch einiges zu arbeiten und abends bin ich dann gespannt, wie sich meine Wohnung anfühlt.

20.05.11

Umbau

Heute stille ich den Gwunder von denen, die gerne wüssten, wie meine Küche aussehen wird — in ca. 7 Wochen. Für meine Nachbarn, die ab Montag ihre renovierte Wohnung wiederbeziehen können, habe ich diesen Fotoblog geführt:

Da könnt ihr Tag für Tag zurückblicken. Meine Küche und mein Bad, werden genau so aussehen. Einfach spiegelverkehrt. Und? Was ist euer Empfinden?
Einfach auf das Bild klicken um auf den Fotoblog zu gelangen.