26.05.16

Mohn und Rosen

Uiiiiii.
Das ist heute meine Lieblings-Blumen-Kombination. Mohn und Rosen.

Ich habe diese Blumen gestern auf dem Markt gekauft. Getrennt. Zuhause habe ich sie dann kurzerhand zusammengebracht, die Buschrosen und die Mohnblumen. Beim Kauf war der Mohn noch schön in seinen Blütenhülsen verpackt. Kaum standen sie auf meinem Küchentisch schälte sich eine nach der anderen aus ihren schützenden Kappen und enblätterte ihre zarte Schönheit. Ich wünschte ich könnte sie malen. Zum Glück kann ich sie fotografien …

Die formschöne Porzellan-Schüssel ist von margarida gorgulhos. Innen ist sie rot glasiert. Wunderschöne Handwerkskunst.

24.05.16

Diepoldsauer Spargel auf Blüemlisalat


Was für ein Genuss. Geschenkter weisser Spargel vom Fahrmaadhof auf Blüemlisalat, gekauft am Märt, bei NATÜRLICH FURRER — Buure Gnuss.


Den Spargel lauwarm in einer Vinaigrette aus grobem Senf, Honig und etwas Sojasauce geschwenkt und mit einem gekochten Ei auf Blüemlisalat (Jungspinat, Senf-, Randen-, Mangold- und Endivienblätter mit Veilchenblüten) angerichtet.

Phhhhhhuuua, so simple, so schmackhaft, so frisch. So guuut.

Mit einem grossen Dankeschön für dieses Spargel-Geschenk an Katja und Walter von reisememo.ch

23.05.16

Meine Kartoffel-Liste

Kartoffel was ?

Auf meiner Vilnius-Reise im Auftrag von reisememo.ch fiel ich aufgrund meiner unkonventionellen Einkaufsgewohnheiten auf. Ich hatte Dinge im Gepäck, für die ich belustigt beäugt wurde. Da waren zum Beispiel die 2 kg Kartoffeln die ich aus Litauen mit nach Hause nahm. Und so bat mich Sarah, die Autorin von Rapunzel will raus eine Liste zu veröffentlichen und darin meine aussergewöhnlichsten Shopping-Perlen aufzulisten.

Und darum heisst diese Liste jetzt
›Kartoffel-Liste‹

[wird laufend ergänzt]

Vermutlich bekam ich die unkonventionellen Einkaufsgewohnheiten von meinen Eltern mit auf den Lebensweg. Die ganze Geschichte könnte in den 70er Jahren als ich auf die Welt kam ihren Ursprung haben. Mein Vater arbeitete zu der Zeit mehrere Wochen am Innenausbau der Schweizerischen Verkehrszentrale in Paris. Er füllte seine Werkzeugmappe damals mit dem

umfassenden Sotiment an Schraubenziehern aus Paris | Frankreich
Andersartiges Werkzeug in der Werkzeugmappe zu haben, hilft meinem Vater heute noch, auf Baustellen sein Werkzeug im Auge zu behalten. Die in der Schweiz üblichen roten Schraubenzieher heben sich klar von seinen blauen ab.
›› wenn Paris, dann ist ein Besuch in der Bricolage-Abteilung von BHV Pflicht.


Faber Castell Bleistifte in allen verfügbaren Härtegraden aus
Hamburg | Deutschland
Ich habe gerade nochmals durchgezählt. Ich muss dass Sortiment in mindestens dreifacher Ausführung gekauft haben. 1x ging an meinen Vater, 1x nahm ich es in Gebrauch und 1x liegt noch originalverpackt im Schrank. Bleistifte von hellem, hartem grau bis zu dickem dunklem weichem grau — ich bin bestens gerüstet für jeden erdenklichen Bleistiftstrich …
›› Bei Schacht & Westerich in Hamburg werde ich immer wieder schwach.


15kg Schreib-Papier aus Stockholm | Schweden
Die Geschichte habe ich bereits erzählt. Auf meiner ersten Geschäftsreise boten mir meine männlichen Kollegen an, bei ein oder zwei Bier auf mein Gepäck aufzupassen, während ich zum Shoppen flitzte. Ich kam mit 15kg Papier zurück. Den Blick meiner Kollegen vergess ich nie.

1 Liter Fein-Sprit aus Paris | Frankreich
Das war der gefährlichste, leichtsinnigste und unüberlegteste Kauf. Ich besuchte mit meinem Vater meine Schwester in Paris und selbstverständlich stand ein Abstecher zu BHV Bricolage auf dem Programm. Papi entdeckte da Sprit, mit viel höherem Alkoholgehalt (braucht er für Schellack), als in der Schweiz üblich. So kauften wir davon eine Flasche und ich nahm sie ins Handgepäck !!! Klingelts ? Ja, ich flog mit Reinigungs-Sprit im Handgepäck von Paris nach Zürich. Mir wurde erst an der Sicherheitskontrolle bewusst, was ich da eigentlich tat… nix passiert. Papi arbeitet immernoch mit diesem Sprit.

Glühbirnen aus Paris | Frankreich
Zu der Zeit, als die Umstellung zu Sparlampen Einzug hielt, nahmen wir Glühbirnen mit nach Hause. Die passten dann zwar in unsere Lampengewinde, zerbarsten jedoch beim ersten Anzünden. Ach so! Ja! Wir haben in der Schweiz bekanntlich eine andere Stromspannung. Leider.

Ein Medaillon aus der Liebfrauenbasilika, Onze Lieve Vrouweplein, Maastricht | Niederlande
Für meine Mutter erstand ich in der Krypta der Liebfrauenbasilika ein kleines Medaillon. Um die Schutzkraft noch etwas zu potentieren tunkte ich es im steinernen Weihwasserbecken bevor ich es zurück in die Verpackung legte. Meine Mutter trägt es immer bei sich.

Abfallsäcke aus Vilnius | Litauen
Die waren der Renner. Heimgebracht habe ich sie als Mitbringsel. Klar, niemand braucht orange, litauische Abfallsäcke. Aber erstens ist das Verpackungs-Design was besonderes und zweitens gibt es bestimmt irgendwas, was man in Plastik verpackt im Keller lagert.


2kg Kartoffeln aus Vilnius | Litauen
Hä ? Wieso importiere ich litauische Kartoffeln? Weil ich mich in die litauische Kartoffel verliebt habe. Schweizer Kartoffeln schmecken ja nach gar nichts mehr. Ich weiss, es gibt Ausnahmen. Und die Litauer stellten sich dann Zuhause auch nicht als die Jahrhundertentdeckung raus. Für Kartoffelstock sind sie ganz okay. Na ja, ein Versuch war's wert.


1kg Terlaner Margarete Spargel aus Bozen | Südtirol | Italien
Auf meiner Südtirol-Reise ass ich weissen Spargel von edelster Güte. Davon nahm ich welchen mit heim. So frisch, wie ich ich ihn noch nie in Händen hielt und so gut, wie ich ihn selten gegessen habe.


Ein Hanging Basket aus Jersey | England
Den in England und auf den Kanalinseln so typischen üppig bepflanzten Blumen-Körben konnte ich nicht wiederstehen. Sei er auch noch so sperrig, den musste ich haben. Hängt noch heute auf meinem Balkon.

Quittungs-Block mit Durchschlag + Food Order Block aus | Truro | Cornwall | England
Ahhh, LUKE'S. Mein absoluter Liebling. Ich hätte mir damals am liebsten gleich die grüne Schürze umgebunden und wäre liebend gerne hinter den Ladentisch gestanden. Ein Haushaltwaren-Geschäft wie aus einem Rosamunde Pilcher Roman. Vom Blümchengeschirr über Gummistiefel bis zum Türscharnier und der Mausefalle gab es da alles. Da habe ich diese wunderbaren Oldstyle Blöcke gekauft. Noch nicht getraut sie anzubrauchen … andere solcher Blöcke aus Frankreich und Deutschland sind ebenfalls in meinem Besitz.


Boden-Putz-Lappen aus Falmouth | Cornwall | England
Einen dicken, robusten, grossen 'Bodelumpe' von der Sorte untötbar. Ich liebe ihn. Und ja! Ich liebe es mit ihm den Boden zu putzen.

braune Papier-Sandwiches-Tüten aus Montréal | Kanada
Meine Schwester hat 12 Jahre in Montréal gelebt. Auf einem meiner Besuche packte ich einige Grosspackungen brauner Sandwiches-Tüten mit Boden in meinen Koffer. Das war irgendwann anfangs der 90ern. Da kannte man die bei uns noch gar nicht. Ich habe auch nie wieder welche in der Papierqualität und dem Format gefunden. Ich habe noch welche, wie ich soeben entdeckte …


Müesli-Schüsselchen 'Café au lait' aus Montréal | Kanada
Ebenfalls im Gepäck hatte ich damals 6 Müesli-Schüsselchen. Erst zu Hause bemerkte ich den Stempel Made in Poland. Die sind also schön gereist. Erst von Polen nach Kanada und von da in die Schweiz.
›› Die sind immernoch in Gebraucht. z.B. hier, für den Rezept-Blog der Tomaten-Gemüse-Suppe mit Poulet-Stückchen.

Butterbrottüten aus München | Deutschland
Spontankauf bei DM Drogerie Markt. Butterbrottüten kann man immer brauchen dachte ich mir und legte sie dann zu Hause zur Seite. Sie lagerten im Schrank. Bis ich über einen Basteltipp für Weihnachtssterne stolperte und innert Minuten für meine Eltern einen papierenen Weihnachtsstern zaubern konnte.
›› Hier der Blog darüber.

etliche Meter Stoff und Reissverschlüsse aus Kopenhagen | Dänemark
Oh ja, ich erinnere mich, als wäre es gestern, wie ich bei STOF 2000 in Kopenhagen fast den Verstand verloren habe und Stoff und Reissverschlüsse geshoppt habe.
›› Hier der Blog über Tag 4 in Kopenhagen

Mehl und Hartweizengries aus Italien
Nicht zu vergessen, Mehl. Alles begann mit der Pasta-Maschine. Die bekam ich geschenkt und mit ihr begann die Suche nach dem perfekten Nudelteig. Bei den Italienern gibts Mehl der Sorte 00. Und so kaufe ich regelmässig in Italien Mehl. Inzwischen gibt es das Zero-Zero-Mehl auch bei uns, für im Schnitt Fr. 3.60. Im Supermarkt in Italien kauf ich es für 90 Cent.

Bratenschnur in Schwarz-Weiss und Rot-Weiss aus Kopenhagen | Dänemark
Mein absoluter Liebling. Ich nutze diese Schnur für Geschenkverpackungen aller Art. Sie ziert sogar mein Blog-Header 'mach etwas'. In die Hände gefallen ist sie mir per Zufall, als ich bei føtex in der Haushaltwaren-Abteilung gestöbert habe. Und ja, ich bin später sogar extra nach Kopenhagen gereist um Nachschub zu kaufen.

15.05.16

schöne Pfingsten !

Hach, ich bin grad sowas von verliebt in diese Momentaufnahme. Pfingst-Pfingstrosen in meiner Küche und nein, die sind nicht von meinem Balkon. Die brauchen noch einige Tage bis zur Blüte.

26.04.16

3 Kerne aus einer Passionsfrucht: jetzt keimts!

Wow. Gestern entdeckte ich in dem kleinen Becher auf meiner Kaffeemaschine*, dass da was keimt.

Ich habe vor plus minus 4 Wochen drei Kerne aus einer Passionsfrucht in die Erde gesteckt. Eigentlich habe ich vor ein paar Tagen die Hoffnung aufgegeben, dass da noch was keimen und wachsen wird. Surprise! Gestern also ein klitzekleiner Keimling. Heute schon ein aufrecht stehendes, kräftiges Pflänzchen.

*ja, Warmkeimer dürfen immer auf meiner Kaffeemaschine keimen, weil es da so schön kuschelig warm ist. Ein Deckel nicht ganz abgeschlossen oben drauf gibt ein feuchtes Klima, dass bei Samen die Wärme und Feuchtigkeit beim Keimen benötigen, das nötige Treibhaus-Feeling gibt. So hab ich wirklich schon einiges zum Keimen gebracht, was ansonten bei unseren eher kühlen Frühlingstemperaturen niemals zum Leben erwacht wäre.

Passionsfrucht müsste doch eigentlich eine rankende Pflanze mit diesen beeindruckenden violett-blauen Blüten geben. Gespannt, was da weiter passiert …

24.04.16

Einer, vieler Gründe, weshalb ich gerne bin,
wer ich bin.

Gut, ich verstehe, wenn Menschen aus meinem Umfeld den Kopf schütteln und mir zu verstehen geben, dass sie wiederum nicht verstehen, weshalb ich tu was ich tu. Z.B. diese Zeilen schreiben und sie der Öffentlichkeit preisgeben. Aber hey. Vielleicht unterhalte ich damit ja Menschen, vielleicht vertraut dadurch jemand sich selbst und vielleicht passiert auch gar nichts. Auch gut.

Vor einigen Wochen war ich auf meiner ersten Blogger-Reise. Sie führte mich ins Südtirol. Geschichten darüber gibt es hier, hier, hier, hier und hier. Ich war unter anderem im Grödental, eingeladen in die Galerie von UNIKA und in der Werkstatt des UNIKA-Holzbildhauers Lorenz Demetz, wo wir uns mit scharfem Werkzeug, laienhaft, an einem Klotz Lindenholz ausprobierten, während der Meister gekonnt an seiner Heiligenfigur schnitzte.
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Ich bin mit einem hölzigen Vater aufgewachsen. Das kann man jetzt falsch verstehen, ich meine damit, dass mein Vater ein Schreiner und Holzkünstler ist. Ich bin mit Schleifstaub, Lackgeruch, Hobelspänen, Nägeln, Schrauben und Dübeln aufgewachsen. Holz gehört zu meinem Dasein.

In der UNIKA-Galerie bekam ich ein Buch mit den Portraits der Mitglieder geschenkt. Dieses überliess ich zu Hause meinem Vater. In der Gewissheit, dass es da perfekt aufgehoben ist. Und weil wir ja eine humorvolle und lebensfrohe Familie sind, stichelte ich meinen Vater während des Mittagessens mit einem ›Auftrag‹.

Tags zuvor habe ich aus einem Postpaket das Verpackungsmaterial (weisses Seidenpapier) zur Seite gelegt, weil die Falten so schön gelegt waren. So holte ich also nach dem Mittagessen dieses Stück Papier. Legte es demonstrativ vor die Nase meines Vaters und machte folgende ›Bestellung‹: «Ich hätte gerne diesen Papierfaltenwurf in Holz, geschnitzt — bitte in Ebenholz.»

Als meine Eltern nach dem Essen mein Zuhause verliessen, vergewisserte ich mich, dass mein Papi die Vorlage für seine Arbeit auch sicher eingepackt hat. Und im Laufe der Woche, als ich ihn in seiner Werkstatt besuchte, erkundigte ich mich selbstverständlich, wie weit die Arbeit sei. Mami hatte mich bei ›Auftrags-Erteilung‹ bereits darauf aufmerksam gemacht, dass Papi keine Zeit für solche Spässe hätte, es läge Arbeit an, richtige Arbeit. Worauf ich provozierend sagte: «Siii, das isch dänn au en ächte, ernscht z'nähnä Uftrag!» (Sie, das ist dann auch ein echter, ernstzunehmender Auftrag!). Das Seidenpapier lag auf seiner Werkbank. Er hatte wirklich Wichtigeres zu tun.

Das Wochenende darauf war ich auf meiner zweiten Blogger-Reise in Vilnius, der Hauptstadt Litauens und als ich Samstag-Abend müde nach Hause kam, roch es in meiner Küche ganz ungewohnt. Da lag er, der Gruss in Mamis Handschrift, eine Papiertüte voll mit duftenden Arven-Hobel-Spänen und das geschnitzte Stück von Papi.
Faltenwurf Schnitzerei Arve Primo Lorenzetti ZürichUnd genau deshalb fühl ich mich wohl wie ich bin und wer ich bin. Genau daran habe ich meine grosse Freude. An Inspiration, wacher Lebensfreude und der Unsinnigkeit etwas zu tun, was möglicherweise keinen Sinn macht, dann aber ein gutes Gefühl erzeugt, anregt für weitere Taten und anderen Freude bereitet.
Faltenwurf Schnitzerei Arve Primo Lorenzetti Zürich
Faltenwurf Schnitzerei Arve Primo Lorenzetti Zürich
Ich weiss, einige denken nun «Und was macht sie jetzt mit diesem Stück Holz?» Ich erfreu mich daran, dass ich aus einem Erlebnis welches ich hatte, meinen Vater inspirieren konnte, etwas zu tun, was er sonst nicht getan hätte. Und er hat mir verraten, dass er noch ein Stück Arvenholz auf seinem Hobelbank liegen hat …

Faltenwurf Schnitzerei Arve Primo Lorenzetti Zürich
Und weshalb ist das Seidenpapier-Modell jetzt schwarz? Na, weil ich die Schnitzerei in Ebenholz bestellt hatte. Deshalb hat Papi das weisse Seidenpapier kurzerhand schwarz gebeizt …

Und wenn man mich deswegen komisch findet, dann habe ich gelernt damit umzugehen und mein Leben weiter zu leben, so wie es zu mir gehört. Das Leben eines anderen leben zu wollen macht nämlich keinen Sinn, es wird ja bereits von jemand anderem gelebt …

21.04.16

Pfingstrosen: Diese Knospen lassen hoffen …

Gerade habe ich auf meinem Balkon gezählt. 7 dicke, kräftige Knospen. Das lässt hoffen. Endlich eine Fülle an Pfingstrosen, da ginge ein Herzenswunsch in Erfüllung. Letztes Jahr warens gerade mal zwei blühende üppige Pfingstrosen-Blüten die im Topf auf dem Balkon geblüht haben.

Als ich sie zwei Jahre zuvor umgetopft habe, wars vorbei mit der Blüte. Ich las daraufhin in einem Artikel, dass man Pfingstrosen in Ruhe lassen soll, will man, dass sie üppig blühen. Oha. Gut, verstanden. Ab da liess ich sie in Ruhe und siehe da, es schaut danach aus, als hätte ihnen diese Ruhe gut getan. Und ein bisschen von dem Rosendünger, hat vermutlich auch nicht geschadet.

Juhuiii, ich freu mich grad sehr, sehr, sehr.
Pfingstrosenknospen auf meinem Balkon
Pfingstrosenknospen auf meinem Balkon
Pfingstrosenknospen auf meinem Balkon