17.01.11

Ausräumen, Umräumen, Entsorgen, Trennen

Schränke öffnen und nicht bloss vorne weg Dinge hin- und herschieben steht im Moment im Vordergrund. Ich habe mir vorgenommen, jetzt schon Schränke zu räumen und mich von Dingen zu trennen, die ich 10 Jahre nicht mehr in Händen hielt. Ich weiss, dass ich damit da und dort die Büchse der Pandora öffnen werde und ich weiss, dass es mir ab und zu nicht leicht fallen wird, mich von Dingen zu trennen. Bis jetzt läuft es aber gut. Mein Ziel, jede Woche einen 60-Liter Kehrichtsack zu füllen, jede Woche bei der Altglas-Sammelstelle Dinge zu entsorgen und vorwärts zu machen, scheint zu funktionieren. Es ist schneller April als erwartet und dann muss meine Küche, mein Vorratskämmerchen, mein Bad und mein heiss geliebter Schrank im Korridor leer geräumt sein.
Ich fackle nicht lange. Dinge die funktional und gebrauchstüchtig sind, kommen ins Brockenhaus, Dinge die wirklich unbrauchbar sind kommen in den Müll. Von Dingen, die ich irgendwann vielleicht einmal brauchen könnte... trenne ich mich. So habe ich gestern 8 komplette Jahrgänge Bolero gebündelt, verschnürt und zum Altpapier gestellt. Aus dem Keller habe ich zwei bis zum Rand gefüllte Kartonschachteln mit Fax-Korrespondenz aus den 90ern entsorgt. Es hat da noch zig Schachteln mit Briefen, Reiseunterlagen, Fotos und Erinnerungen...

Ende Monat wohne ich seit 18 Jahren in meinem geliebten Zuhause. Und da ich definitiv zu den Sammlern gehöre, hat sich vieles angesammelt.
Da kommen Dinge zutage, wo ich mich frage, wie lange ich sie noch hin- und herschieben soll.
buntes Allerlei aus dem Küchenschrank
Bis auf weiteres ein sicheres Asyl haben selbstverständlich meine Papierservietten.
Papierserviettenlager aus dem Küchenschrank

13.01.11

Vitaminspritze

Es ist soooo grau, düster, dunkel, trüb und verregnet heute, das nagt an meiner Energie. Orangen sind in solchen Fällen meine Vitaminspritze.
Orangenscheiben
Saftige, fruchtige Orangen sind meine Leibspeise. Wenn sie dann noch richtig kalt sind, komme ich ins Schwärmen.
Vor vielen, vielen Jahren, als ich noch zur Schule ging, irgendwann an einem sehr kalten Februartag, ass ich meine saftigste, fruchtigste Orange. Das war, als das Shopville im Zürcher Hauptbahnhof noch nicht umgebaut war, als der Marinello noch direkt vor der grossen Haupttreppe stand. Warscheinlich im Jahre 1986. Da flitzte ich mit einer Schulfreundin in der grossen Pause zu Marinello, und wir kauften uns da eine riesengrosse Orange. Geschält und gegessen wurde sie umgehend auf dem Rückweg zur Schule. Der Saft lief uns den Handrücken hinunter, die Finger froren uns fast ein, aber das war egal. Es war so köstlich, so unglaublich fruchtig, saftig und süss. Diese eine Orange hat eine bleibende Erinnerung hinterlassen. Nie mehr habe ich eine solch gute Orange gegessen. An Tagen wie heute träume ich davon.
Mein Vater, der in den 40er Jahren im Zürcher Industriequartier aufwuchs, erzählt von den ersten italienischen Südfrüchte-Händlern, die Orangen und Bananen nach Zürich brachten und wie sie als kleine Buben mit leuchtenden Augen manchmal eine angeschlagene Orange, den schlechten Teil weggeschnitten, geschenkt bekamen. Er erinnert sich, wie sie diese saftige Frucht glückselig bis auf den letzten Tropfen aussaugten. Dann wird mir jeweils bewusst, vor 60 Jahren war eine Orange eine Delikatesse und heute kaufen wir sie ganz selbstverständlich zum Spottpreis. Also, ich geh dann mal Orangen kaufen.

ps. Schokolade hat bei mir nicht diese energiespendende und aufmunternde Wirkung. Ich habe geschmunzelt, als ich die Kommentare zu untenstehendem Post las. Ich bin absolut nicht der süsse Typ. Darf ich wählen zwischen einem Stück Schokolade und einer Salzstange, nehme ich in 99,9% das Salzige…

11.01.11

Schokolade am Stiel

Vor fast zwei Jahren machte mich ein Arbeitskollege auf die Hotchocospoons aus Holland aufmerksam. Die Idee scheint sich verbreitet zu haben. Nun gibt es die in Schokolade steckenden Löffel auch als Schweizer Version mit dem schönen Namen Taucherli. In meinem Besitz befindet sich auch die deutsche Version [tchocolatl] am Stiel.
Schokolade am Stiel
Ich überlege nun, ob man diese Idee auch selber machen könnte. Das Material — bis auf die Schokolade — hätte ich zur Hand. Kleine Plastikbowls als Gussform und Holzlöffel oder Kaffee-Rührstäbe als Stiel.
Schokolade am Stiel selber machen
Da müsste man doch eigentlich bloss die Schokolade im Wasserbad schmelzen und in die kleinen Gussformen füllen, Löffel rein und warten. Was mich davon abhält in die Küche zu stürmen und einen Probelauf zu starten? Ich trinke kaum heisse Schokolade. Die Löffel würden folglich nur rumstehen...

10.01.11

Eine neue Küche

In diesem Frühjahr erwartet mich Baulärm, Staub und einiges an Veränderung. Ich bekomme eine neue Küche und ein neues Bad. Und ich schwanke zwischen Vorfreude und Trauer. Ich habe mir immer eine grosse Küche gewünscht. Aber ich will eigentlich nicht auf das an meine Küche angrenzende Rumpelkämmerli verzichten. Es ist so praktisch. Im Winter kann ich da meine Balkonpflanzen überwintern und hinter verschlossener Türe lässt sich so manches verstecken, was ich nicht sehen will. Da ich in einer Mietwohnung zuhause bin, habe ich keinen Einfluss auf das was kommt, ich kann mich nicht mit einbringen, wie ich es gerne hätte. Ich muss mich dann einfach arrangieren mit dem was kommt. Ich hätte gerne eine ganze Wand mit schwarzem Tafellack, ich hätte gerne einen alten Klinkerboden, einen alten lakierten Holzdielenboden oder einen rohen Betonboden, ich brauche keine Geschirrspühlmaschine, dafür hätte ich lieber einen Schrank mehr. Ich wünsch mir Platz für einen tollen Küchentisch, dazu wünsche ich mir eine Bank. Täglich gibt es neue Ideen und deshalb ist mein Augenmerk momentan noch mehr auf schöne Küchen gerichtet. Träumen ist doch erlaubt, oder?







Die Bildquellen sind leider nicht mehr alle bekannt. Ich weiss dass ich Bilder auf diesen Blogs gesammelt habe. Fjeldborg, paonote_room269, design*sponge

05.01.11

Dreikönigs-Kuchen selbstgemacht

Wow! Mein erster selbstgebackener 3-Königs-Kuchen. Und ganz ehrlich: Ich habe nicht die geringste Ahnung, in welches Brötchen ich den König gesteckt habe.
Dreikönigskuchen
Dreikönigskuchen
Das Rezept funktioniert, ist empfehlenswert und wer die Weinbeeren nicht mag, kann sie ja durch Schokostückchen ersetzen. Der Kuchen hat ein End-Gewicht von 1200g und reicht bestimmt für 8 Personen.
Dreikönigskuchen
Dreikönigskuchen
Dreikönigskuchen
Dreikönigskuchen
Dreikönigskuchen
Dreikönigskuchen
MamiBappi: Der Grosse ist für Euch, den Kleinen behalte ich für mich.
Dreikönigskuchen

04.01.11

Dreikönigs-Kuchen

Am Neujahrsmorgen hatte ich Lust auf frisch gebackene Brötchen. Das bedeutete zwar, dass ich das Frühstück um gute 2 Stunden verschob und die ersten drei Kaffees ohne einen Happen zu Essen trank. Den Hefeteig hatte ich rasch geknetet, ohne Rezept, aus dem Handgelenk. Das war eine gute Stunde später beim Reinbeissen nicht zu übersehen. Es fehlte Salz und den Zucker, den ich dazugegeben hatte spürte ich auch nicht. Aber ausgesehen haben die Brötchen wie aus dem Prospekt.
Hefebrötchen mit Mandeln
Hefebrötchen mit Mandeln
Nun habe ich beschlossen für den Dreikönigstag am kommenden Donnerstag einen Dreikönigskuchen nach diesem Rezept der Schweizer Milchproduzenten auszuprobieren. Ich gehe davon aus, dann sieht's nicht mehr nur gut aus, sondern schmeckt auch entsprechend.
Für die, die den Dreikönigskuchen nicht kennen, sei folgendes erklärt. Wir Schweizer teilen am Dreikönigstag (6. Januar) einen aus mehreren Hefeteigkugeln zusammengefügten süssen Kuchen. Wer den in einem der Brötchen versteckten Plastikkönig erhascht, wird zum König gekührt und darf an diesem einen Tag regieren und sich bedienen lassen. Normalerweise hat es in einem Kuchen nur eine Königsfigur. Immer häufiger lassen sich Bäcker etwas besonderes einfallen und verstecken 3 Figuren. Vor Jahren bekamen wir im Büro einmal einen übergrossen Königskuchen und in jedem Brötchen war eine Figur. Die Erklärung des Lieferanten: Bei uns ist jeder Kunde König.
Nun bin ich gespannt, ob mir der Dreikönigskuchen gelingt.

03.01.11

22 Karat Gold und ein traumhaft schönes Notizbuch mit 45-Grad-Vorderschnitt

Was für ein edler Jahresbeginn.
22 Karat Feingold - vergoldeter Bleistift
Ein neues Jahr beginnt für mich auch immer mit neuem Büromaterial. Ordner müssen neu beschriftet werden, Dossiers umgeschrieben, neue Registerblätter sind nötig und, und, und. Ich beginne dieses neue Jahr mit zwei ganz edlen Schätzen: einem mit 22 Karat Feingold vergoldeten Bleistift von Doris Feldmann und dem einzigartigen Bubu-Neujahrsbuch mit dem noch nie gesehenen 45-Grad-Vorderschnitt.
22 Karat Feingold - vergoldeter Bleistift und BuBu-Neujahrsbuch mit 45-Grad-Vorderschnitt
22 Karat Feingold - vergoldeter Bleistift und BuBu-Neujahrsbuch mit 45-Grad-Vorderschnitt
22 Karat Feingold - vergoldeter Bleistift und BuBu-Neujahrsbuch mit 45-Grad-Vorderschnitt
Noch trau ich mich weder mit dem goldenen Bleistift zu schreiben, noch die edlen Seiten des Buches zu beschreiben. Ich glaube, für das Buch muss ich mir einen ganz speziellen Einsatz ausdenken. Momentan erfreue ich mich ab so viel Handwerkskunst.